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Rezension:Mein WDR-Kochbuch -Björn Freitag

Dies ist ein Kochbuch des westfälischen Fernseh- und Sternekochs Björn Freitag, das nicht nur 130 delikate Rezepte enthält, sondern auch sehr gute Ernährungstipps von der Oecotrophologin Anja Tanas.

Untergliedert sind die Rezepte in die Kapitel: 
Spargel, Spinat und Stielmus 
Erbsen, Bohnen und Linsen 
Tomate, Gurke und Kohlrabi 
Huhn, Schwein und Rind 
Möhre, Pastinake und Sellerie
Apfel, Birne und Quitte 
Kartoffel, Kürbis und Rote Bete 
Weißkohl, Rotkohl und Grünkohl 
Käse, Eier und Milch
Rhabarber, Erdbeere und Heidelbeere 

Zu Beginn eines jeden Kapitels erfährt man über die jeweiligen, oben genannten Produkte warenkundlich Wissenswertes über Einkauf, Lagerung und Küche. Dazu kommen dann stets spezielle Ernährungstipps von Anja Tanas.

Unter den Rezepten dann findet man weitere Tipps. Diese allerdings stammen von dem westfälischen Sternekoch.

Natürlich gefällt mir, dass Freitag mit alten Gemüsesorten kocht. Wie er schreibt, hat in Westfalen Blattstielkohlgemüse als deftige Beilage zu Fleischgerichten aller Art Tradition. Stielmus enthält sehr gesundheitsfördernde Senfölglykoside sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Man kann daraus beispielsweise einen "Stielmuseintopf mit Crème fraiche, Kassler und Garnelen" zubereiten.

Viele Rezepte im Buch assoziiere ich mit der gehobenen bürgerlichen Küche der Westfalen, so etwa den "Düsseldorfer Senfbraten vom Kaninchenbuckel mit Stielmus" und den "Sauerbraten vom Butt mit getrockneten Sauerkirchen und Kohlrabi". Westfälische Alltagsgerichte sind wohl eher die "Wirsingrouladen mit Salzkartoffeln", "Apfel-Steckrüben-Eintopf mit Mettendchen" und "Himmel und Ääd". "Piroggen mit Champignons und Sauerkraut" erinnern mich an die eingewanderten Polen, die sich als zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Bergarbeiter im Ruhrgebiet verdingten und die "Kalbsfrikadellen mit Tomaten-Koriander-Füllung" daran, dass in der Region heute auch Türken leben.

Für mich ist das Buch sehr inspirierend, weil ich alte Gemüsesorten sehr zu schätzen weiß, mich freue nun neue Zubereitungsarten in Erfahrung gebracht zu haben und auf eine Vielzahl schmackhafter bodenständiger Rezepte zurückgreifen kann, die durch eine hervorragende Rezeptur meine Neugierde wecken.

Die "Kartoffelsuppe mit Majoran" habe ich gestern ausprobiert. Sie schmeckt exzellent und transportiert die Idee der westfälischen Küche auf sehr sympathische Weise. Hätte ich einen Nachtisch zubereitet, dann wäre es gewiss der "Rhabarber-Vanillen-Kompott mit Holunderblütenparfait gewesen". Das Rezept klingt vielversprechend.

 Empfehlenswert. 

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